Kurz & Knapp: Wie viel Eigenkapital brauchst du?
Als Faustregel: Bei einem Hauspreis von 300.000 € solltest du etwa 20 % Eigenkapital plus Kaufnebenkosten einplanen (z. B. 60.000 € + 45.000 € Nebenkosten).
Wichtig: Diese Werte sind mögliche Szenarien und Orientierungshilfen, keine verbindlichen Empfehlungen. Jede Bank hat eigene Kreditvergaberichtlinien. Wir geben keine Finanzberatung.
Eigenkapital Rechner
Berechne, wie viel Kredit du für deinen Hauskauf benötigst und wie die Eigenkapitalquote aussieht.
Der Marktwert oder Kaufpreis der Immobilie.
Das Geld, das du bereits gespart oder zur Verfügung hast.
Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Notargebühren (~15.0% des Kaufpreises).
Warum Eigenkapital beim Hauskauf wichtig ist
Bessere Kreditkonditionen
Mit höherem Eigenkapital (z. B. 20–30 %) bieten Banken oft bessere Zinssätze an, weil das Risiko für sie sinkt.
Niedrigere Gesamtkosten
Weniger Kreditvolumen = weniger Zinsen insgesamt. Über 20 Jahre können das Tausende Euro sparen bedeuten.
Kredit überhaupt erhalten
Viele Banken vergeben keine Vollfinanzierung oder nur mit sehr hohen Zinsen. 10–20 % Eigenkapital ist oft Standard.
Finanzielle Sicherheit
Mit ausreichend Eigenkapital hast du Spielraum für unvorhergesehene Reparaturen oder finanzielle Engpässe.
So funktioniert der Eigenkapital-Rechner
Kaufpreis eingeben
Gib den Kaufpreis oder geschätzten Marktwert der Immobilie ein.
Eigenkapital angeben
Wie viel Geld hast du bereits gespart? Das ist dein verfügbares Eigenkapital.
Kaufnebenkosten berücksichtigen
Addiere Maklerprovision, Grunderwerbsteuer und Notargebühren (typisch: 10–15 % des Kaufpreises).
Ergebnis ansehen
Der Rechner zeigt dir sofort: Kredit nötig, Eigenkapitalquote und verbleibende Mittel.
Typische Szenarien – Was Eigenkapital bedeutet
Die folgenden Beispiele zeigen mögliche Szenarien. Sie sind nicht verbindlich und können von Bank zu Bank unterschiedlich sein.
| Kaufpreis | Eigenkapital (10 %) | Eigenkapital (20 %) | Eigenkapital (30 %) |
|---|---|---|---|
| 200.000 € | 20.000 € + Nebenkosten | 40.000 € + Nebenkosten | 60.000 € + Nebenkosten |
| 300.000 € | 30.000 € + Nebenkosten | 60.000 € + Nebenkosten | 90.000 € + Nebenkosten |
| 400.000 € | 40.000 € + Nebenkosten | 80.000 € + Nebenkosten | 120.000 € + Nebenkosten |
| 500.000 € | 50.000 € + Nebenkosten | 100.000 € + Nebenkosten | 150.000 € + Nebenkosten |
Kaufnebenkosten nicht enthalten. Diese liegen typischerweise bei 10–15 % des Kaufpreises.
Wie viel Eigenkapital ist sinnvoll?
0–10 % Eigenkapital
Szenarien: Schwer einen Kredit zu bekommen, sehr hohe Zinsen möglich. Banken sehen hohes Risiko.
10–20 % Eigenkapital
Szenario: Oft machbar, aber bessere Konditionen sind selten. Manche Banken fragen nach zusätzlichen Sicherheiten.
20–30 % Eigenkapital
Szenario (empfohlen): Das ist die Komfortzone für die meisten Banken. Bessere Zinssätze und schnellere Genehmigung zu erwarten.
30+ % Eigenkapital
Szenario (ideal): Beste Konditionen, niedrigste Zinssätze. Maximale finanzielle Sicherheit.
Einfluss von Kaufnebenkosten
Die Kaufnebenkosten sind oft unterschätzt, reduzieren aber dein verfügbares Eigenkapital erheblich:
- •Maklerprovision: 3–7,5 % des Kaufpreises (je nach Bundesland und Vereinbarung)
- •Grunderwerbsteuer: 3,5–6,5 % (je nach Bundesland)
- •Notargebühren & Grundbucheintrag: 1–2 % des Kaufpreises
- •Gebäudebewertung, Vermessung: Je nach Lage 500–2.000 €
Faustregel: Kalkuliere insgesamt 10–15 % des Kaufpreises für Nebenkosten ein.
Tipps zum Ansparen von Eigenkapital
Hier sind praktische Strategien, um schneller zum Traumhaus zu kommen – ohne Finanzberatung, nur Orientierungshilfen:
Sparplan aufstellen
Definiere ein monatliches Sparziel, das zu deinem Budget passt. Nutze einen Sparrechner, um zu sehen, wie schnell es sich aufbaut.
Zinsen nutzen
Lege einen Teil in zinstragende Sparprodukte an (Tagesgeld, kurzfristige ETFs). Jedes Prozent Extra hilft.
Vermögen einplanen
Nutze Erbschaften, Boni, Steuererstattungen oder Weihnachtsgeld gezielt für den Hauskauf.
Kosten senken
Überprüfe dein Budget: Können Versicherungen, Abos oder Autopflege günstiger werden? Das Extra geht in den Hauskauf.
Partner einbeziehen
Besonders bei Partnerschaften: Kombiniert eure Ersparnisse. Das erhöht die Eigenkapitalquote schneller.
Einkommen erhöhen
Verhandle eine Gehaltserhöhung, übernimm Nebenjobs oder nutze Freelance-Chancen. Jeder Euro zählt.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viel Eigenkapital brauche ich wirklich?
Das hängt von deiner Bank und Lebenssituation ab. Als Beispiel-Szenarien gelten: 10 % sind möglich, aber oft teuer; 20 % ist Standard und bietet gute Konditionen; 30 % + ist optimal. Jede Bank hat andere Richtlinien – frag einfach nach!
Kann ich ein Haus ohne Eigenkapital kaufen?
Theoretisch ja, aber praktisch problematisch. Vollfinanzierungen sind selten und meist mit sehr hohen Zinsen verbunden. Viele Banken lehnen das Risiko ab. Die Eigenkapital-Investition lohnt sich durch bessere Konditionen.
Welche Faktoren beeinflussen die Bankentscheidung?
- • Eigenkapitalquote: Je höher, desto besser
- • Bonität / Schufa: Deine Kredithistorie ist entscheidend
- • Einkommen: Ausreichend für die Kreditrate?
- • Immobilienwert: Entspricht er dem Kaufpreis?
- • Berufsstabilität: Festanstellung ist vorteilhaft
Sind die Kaufnebenkosten zu den 20 % Eigenkapital dazugerechnet?
Ja! Wenn Banken 20 % Eigenkapital fordern, meinen sie: 20 % vom Kaufpreis + alle Nebenkosten müssen du aus eigener Tasche zahlen. Das ist wichtig zu wissen, weil es dein verfügbares Geld reduziert.
Kann ich Eigenkapital sparen und den Hauskauf schieben?
Absolut! Tatsächlich ist das oft die beste Strategie. Mit jedem Jahr mehr Eigenkapital sparst du später Zinsen und hast weniger finanzielle Belastung. Nutze einen Sparrechner, um zu sehen, wie schnell sich dein Ziel erreichen lässt.
Rechtlicher Hinweis
Diese Seite bietet allgemeine Informationen und beispielhafte Szenarien, keine individuelle Finanz- oder Rechtsberatung. Die berechneten Werte dienen zur allgemeinen Orientierung und sind nicht verbindlich.
Die tatsächlichen Anforderungen, Zinssätze und Kreditkonditionen unterscheiden sich von Bank zu Bank und hängen von persönlichen Faktoren (Bonität, Einkommen, Beruf, Immobilienlage) ab. Wir geben keine Finanzberatung und können nicht für Vermögensfolgen von Fehlentscheidungen haftbar gemacht werden.
Vor einem Hauskauf: Beratung mit mehreren Banken, Vermögensberater und ggf. einem Rechtsanwalt einholen.
Bereit zum Hauskauf?
Nutze unsere anderen Rechner, um deine Sparstrategie zu planen und dein Ziel systematisch zu verfolgen.