Leistbarkeit strukturiert bewerten
Die Kombination aus Rate, Laufzeit und Eigenkapital zeigt, welcher Hauspreis im Szenario plausibel sein kann.
Prüfe strukturiert, welcher Hauspreis in einem möglichen Szenario zu deinem Einkommen, Eigenkapital und deiner Monatsrate passen kann.
Drei Faustregeln geben dir in Sekunden eine erste Einschätzung, bevor du den Rechner nutzt:
≤ 30–35 %
Die monatliche Kreditrate sollte nicht mehr als 30–35 % deines Haushaltsnettoeinkommens betragen. Bei 4.000 € Netto: max. 1.200–1.400 € Rate.
≥ 20 %
Mindestens 20 % des Kaufpreises als Eigenkapital, besser 25–30 % (inkl. Nebenkosten). Bei 350.000 €: mindestens 70.000 €.
× 5 – 7
Als grobe Obergrenze gilt das 5–7-Fache des Jahresbruttoeinkommens. Bei 70.000 € Jahresbrutto: ca. 350.000–490.000 € Kaufpreis.
Alle Werte sind Orientierungsszenarien — keine Finanz- oder Bankberatung.
Eine realistische Budgetgrenze hilft, Suchradius, Objektgröße und Finanzierung von Anfang an besser einzuordnen.
Mit klarer Finanzierungslogik treten Käufer bei Bank- und Objektgesprächen strukturierter auf.
Ein tragfähiger Rahmen kann helfen, laufende Lebenshaltung, Rücklagen und Immobilienfinanzierung ausgewogen zu planen.
Alle monatlichen Nettoeinkünfte des Haushalts addieren (Gehalt, ggf. Mieteinnahmen). Sei konservativ — nimm nicht das Maximum an.
Wende die 30–35%-Faustregel an. Ziehe laufende Fixkosten (Krankenversicherung, Altersvorsorge, Unterhalt) ab, bevor du die Rate ansetzt.
Verfügbares Eigenkapital = Ersparnisse minus Notgroschen (3–6 Monatsausgaben als Reserve behalten). Kaufnebenkosten (Makler, Notar, Grunderwerbsteuer: ca. 10–15 %) separat einrechnen.
Aus Monatsrate, Laufzeit und Zinssatz ergibt sich der mögliche Kreditbetrag. Eigenkapital plus Kredit ergibt die mögliche Kaufpreisobergrenze.
Dieser Rechner zeigt dir ein mögliches Szenario auf Basis von Einkommen, geplanter Monatsrate, Eigenkapital und Zinsannahme.
Die Kombination aus Rate, Laufzeit und Eigenkapital zeigt, welcher Hauspreis im Szenario plausibel sein kann.
Wer den finanziellen Rahmen zuerst definiert, kann Angebote zielgerichteter vergleichen.
| Haushaltsnetto | Monatsrate | Eigenkapital | Möglicher Hauspreis |
|---|---|---|---|
| 3.800 € | 1.200 € | 60.000 € | ca. 320.000 € |
| 4.800 € | 1.500 € | 90.000 € | ca. 440.000 € |
| 5.800 € | 1.900 € | 120.000 € | ca. 570.000 € |
| 7.000 € | 2.300 € | 180.000 € | ca. 760.000 € |
Die Werte sind Beispiel-Szenarien zur Orientierung.
Die folgende Übersicht zeigt bewusst grobe, gerundete Preisbänder pro Quadratmeter für typische Hauskauf-Regionen in Deutschland. Sie dient als erste Einordnung für deine Leistbarkeitsplanung.
| Regionstyp (grob) | Typisches Preisband Hauskauf | Einordnung |
|---|---|---|
| Metropolen (A-Lagen) | ca. 5.500 - 10.000 €/m² | Sehr hohes Preisniveau, große Spanne nach Stadtteil |
| Großstadt-Umland | ca. 3.500 - 6.000 €/m² | Häufig günstiger als Zentrum, aber stark nach Lage differenziert |
| Mittelstädte West/Süd | ca. 2.800 - 4.800 €/m² | Breites Spektrum je nach Wirtschafts- und Pendlerregion |
| Mittelstädte Ost | ca. 2.000 - 3.800 €/m² | Je nach Standort teils deutlich darunter oder darüber |
| Ländlicher Raum West | ca. 1.800 - 3.500 €/m² | Stark abhängig von Infrastruktur und Nähe zu Ballungsräumen |
| Ländlicher Raum Ost | ca. 1.200 - 2.800 €/m² | Teils niedriges Niveau, lokal aber dynamische Ausreißer möglich |
| Bundesland (grob gruppiert) | Preisniveau | Kurze Einordnung |
|---|---|---|
| Bayern, Hamburg | hoch bis sehr hoch | Viele Regionen mit starkem Nachfrageüberhang |
| Baden-Württemberg, Hessen, Berlin | mittel bis hoch | In Top-Lagen deutlich höher als Landesmittel |
| NRW, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz | mittel | Große Spannweite zwischen Ballungsraum und Fläche |
| Bremen, Saarland, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern | niedrig bis mittel | Lokal starke Ausreißer in nachgefragten Teilregionen |
| Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen | niedrig bis mittel | In Großstadtlagen teils deutlich über Landesniveau |
Datenstand: 29.04.2026
Methodik-Hinweis: Die Preisbänder und Preisniveaus sind redaktionell zusammengefasste Orientierungswerte (grob gerundet), damit du schnell einen regionalen Rahmen für den Leistbarkeitsrechner bekommst. Es handelt sich nicht um eine amtliche Rangliste je Bundesland.
Quellen (öffentlich zugänglich): Destatis (Häuserpreisindex Deutschland), BBSR/BBSR-Indikatoren zu regionalen Wohnungsmarktstrukturen sowie ergänzende öffentlich abrufbare Marktüberblicke.
Lizenzhinweis: Soweit amtliche Daten von Destatis einfließen, gelten die dort ausgewiesenen Nutzungsbedingungen (u. a. Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0).
Eine verbreitete Orientierung: Monatsrate ≤ 30–35 % des Haushaltsnettoeinkommens. Außerdem gilt oft das 5–7-Fache des Jahresbruttoeinkommens als Richtwert für den maximalen Kaufpreis. Bei 70.000 € Jahresbrutto wäre das ca. 350.000–490.000 €. Beide Regeln sind Szenarien, keine bindenden Grenzen.
Als Mindest-Orientierung werden häufig 20 % des Kaufpreises genannt. Empfehlenswert sind 25–30 %, damit die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler: zusammen ca. 10–15 %) nicht den Kredit belasten. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € wären das mindestens 80.000 €, besser 100.000–120.000 €.
Eine Vollfinanzierung (100 % oder sogar 110 % inkl. Nebenkosten) ist möglich, erfordert aber sehr gute Bonität und ein stabiles hohes Einkommen. Die Konditionen sind in der Regel schlechter und das monatliche Risiko höher. Ob das sinnvoll ist, hängt stark von der persönlichen Situation ab.
Schritt 1: Monatliche Kreditrate berechnen (Laufzeit 25–30 Jahre, Zinssatz je nach Marktlage). Schritt 2: Prüfen ob Rate ≤ 30–35 % des Nettoeinkommens. Schritt 3: Verfügbares Eigenkapital (minus Notgroschen) plus möglicher Kreditbetrag = Kaufpreisrahmen. Schritt 4: Kaufnebenkosten separat einplanen (ca. 10–15 %).
Das hängt von geplanter Monatsrate, Eigenkapital, Zinsannahme und Laufzeit ab. Der Rechner zeigt ein mögliches Szenario, ersetzt aber keine individuelle Bankprüfung.
Mehr Eigenkapital reduziert den erforderlichen Kredit und kann in vielen Fällen bessere Konditionen ermöglichen. Die konkrete Wirkung ist von Finanzierungsmodell und Anbieter abhängig.
Viele planen mit einer Rate von max. 30–35 % des monatlichen Nettoeinkommens. Darüber hinaus sollte noch ausreichend Puffer für Lebenshaltung, Instandhaltungsrücklage und Rücklagen verbleiben.
Nebenkosten (Grunderwerbsteuer 3,5–6,5 %, Notar ca. 1,5 %, Makler 0–3,57 %) solltest du zusätzlich einplanen — oder vom verfügbaren Eigenkapital abziehen. Für detaillierte Betrachtung nutze den Eigenkapital-Haus-Rechner.
Nein. Alle Ergebnisse sind unverbindliche Modellrechnungen und dienen ausschließlich der Orientierung. Keine Finanz- oder Bankberatung.
Alle Angaben sind mögliche Szenarien und dienen nur der Orientierung. Keine Finanzberatung.
Kombiniere den Leistbarkeits-Check mit Eigenkapital- und Sparrechnern für eine vollständige Planung.
Wie viel Eigenkapital du für deinen Ziel-Kaufpreis aufbauen musst.
Sparplan für Eigenkapital aufstellen — mit konkretem Zeitrahmen.
Reserve sichern, bevor du Eigenkapital für Haus einsetzt.
Wie viel Prozent du monatlich sparen kannst — Basis für jeden Eigenkapital-Sparplan.
Zeithorizont und Sparrate für ein konkretes Eigenkapital-Ziel planen.
Dauer, Rate und Rendite für jeden Sparbetrag berechnen.
Stand: 29.04.2026 · Alle Angaben sind unverbindliche Szenarien.